09.09.2026
Die Zahl der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer in der Schweiz wirkt auf den ersten Blick erstaunlich stabil.
2022 waren 3’921 Fahrlehrpersonen registriert.
Ende 2025 waren es 3’922.
Also praktisch exakt gleich viele.
Doch hinter dieser stabilen Zahl verändert sich der Schweizer Fahrschulmarkt deutlich.
Die Branche steht vor einem strukturellen Wandel, der sich in den kommenden fünf bis zehn Jahren nochmals beschleunigen könnte.
Ein Blick auf die Altersstruktur der Schweizer Fahrlehrpersonen zeigt, weshalb sich der Markt in den nächsten Jahren verändern dürfte:
Auf Basis dieser Altersstruktur erscheint es realistisch, dass in den kommenden fünf Jahren rund 500 bis 700 heutige Fahrlehrpersonen altersbedingt aus dem Markt ausscheiden könnten.
Auf zehn Jahre betrachtet könnten es sogar 1’000 bis 1’300 sein.
Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle Prognose, sondern um eine Modellrechnung auf Basis der heutigen Altersverteilung.
Die Richtung ist dennoch klar:
Ein grosser Teil der heutigen Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer wird sich in den kommenden Jahren mit der Frage der Nachfolge beschäftigen müssen.
Weniger Fahrlehrpersonen bedeuten nicht automatisch bessere Marktbedingungen für die verbleibenden Anbieter.
Denn auch auf der Nachfrageseite verändert sich vieles.
Demografische Entwicklungen, neue Mobilitätsformen, regulatorische Anpassungen, Digitalisierung und neue Lernangebote verändern das Verhalten zukünftiger Fahrschülerinnen und Fahrschüler.
Die Fahrausbildung wird zunehmend digitaler.
Kurse werden online gesucht und gebucht.
Preise und Bewertungen lassen sich innerhalb weniger Minuten vergleichen.
Und der erste Kontakt zwischen Fahrschüler und Fahrschule entsteht längst nicht mehr zwingend über eine Empfehlung oder einen Anruf.
Damit entsteht eine interessante Kombination:
Viele etablierte Fahrlehrer werden in den kommenden Jahren aufhören – gleichzeitig dürfte der Wettbewerb um die verbleibenden Fahrschüler professioneller und digitaler werden.
Die Schweizer Fahrschule ist traditionell stark personengetrieben.
Ein Fahrlehrer.
Ein Auto.
Eine Region.
Eine Telefonnummer.
Eine persönliche Marke.
Dieses Modell wird nicht von heute auf morgen verschwinden.
Persönliche Betreuung und Vertrauen bleiben zentrale Bestandteile einer guten Fahrausbildung.
Doch die Frage ist, ob eine einzelne Fahrlehrperson künftig noch sämtliche Aufgaben selbst übernehmen muss.
Marketing.
Administration.
Kursorganisation.
Terminplanung.
Kundengewinnung.
Onlinebuchung.
Zahlungsabwicklung.
SEO.
Social Media.
Kooperationen.
Je professioneller der Markt wird, desto schwieriger wird es, sämtliche Aufgaben neben dem eigentlichen Fahrunterricht alleine abzudecken.
Ich glaube deshalb, dass wir in den kommenden Jahren eine zunehmende Konsolidierung des Schweizer Fahrschulmarktes sehen werden.
Mehr Fahrschulen mit mehreren Fahrlehrpersonen.
Mehr gemeinsame Administration.
Mehr zentrale Kursangebote.
Mehr digitale Buchung und Kundengewinnung.
Mehr regionale oder nationale Marken.
Und mehr Plattformen, welche einzelne Fahrschulen miteinander verbinden.
Dabei muss Konsolidierung nicht zwingend bedeuten, dass selbstständige Fahrlehrpersonen verschwinden.
Im Gegenteil.
Es könnten neue Modelle entstehen, bei denen Fahrlehrpersonen weiterhin selbstständig arbeiten, gleichzeitig aber auf gemeinsame Infrastruktur, Marken, Plattformen oder Kundenzugänge zurückgreifen.
Genau an diesem Punkt werden Plattformmodelle interessant.
Eine einzelne Fahrschule muss nicht zwingend jedes Angebot selbst entwickeln oder durchführen.
Sie kann auf spezialisierte Plattformen zurückgreifen und ihren Fahrschülerinnen und Fahrschülern zusätzliche Leistungen anbieten.
Ein Beispiel dafür sind unsere Plattformen entlang der Fahrausbildung.
Für viele zukünftige Fahrschüler beginnt der Weg zum Führerausweis mit dem Nothelferkurs.
Über Nothelfer am Bahnhof können Fahrschülerinnen und Fahrschüler Nothelferkurse an verschiedenen Standorten finden und direkt online buchen.
Für Fahrschulen entsteht dadurch die Möglichkeit, zukünftige Kundinnen und Kunden bereits früh in ihrer Fahrausbildung zu begleiten, ohne selbst Nothelferkurse organisieren zu müssen.
Mehr Informationen findest du unter www.nothelferambahnhof.ch.
Bei Interesse an einer Zusammenarbeit kannst du uns unter info@nothelferkurszentrum.ch kontaktieren.
Auch beim Verkehrskundeunterricht könnten gemeinsame Strukturen künftig an Bedeutung gewinnen.
Mit VKU am Bahnhof steht Fahrschulen eine Plattform zur Verfügung, über welche sie ihren Fahrschülerinnen und Fahrschülern einen extern organisierten VKU empfehlen können.
Dadurch muss nicht jede Fahrschule eigene Kursräume, Administration und Kursorganisation aufbauen.
Gleichzeitig erhalten Fahrschüler eine einfache digitale Buchungsmöglichkeit.
Mehr Informationen findest du auf www.vkuambahnhof.ch.
Für Partnerschaften und Kooperationen erreichst du uns unter info@nothelferkurszentrum.ch.
Ein weiteres Beispiel für neue Vertriebsmodelle ist Fahrstunden-Gutschein.ch.
Über die Plattform können Fahrstunden verschenkt und anschliessend bei Partnerfahrschulen eingelöst werden.
Für Fahrschulen entsteht damit ein zusätzlicher digitaler Vertriebskanal.
Anstatt jede Neukundin oder jeden Neukunden selbst über Werbung gewinnen zu müssen, können Plattformen zusätzliche Berührungspunkte zwischen Fahrschulen und zukünftigen Fahrschülern schaffen.
Mehr Informationen findest du unter www.fahrstunden-gutschein.ch.
Wenn deine Fahrschule Partner werden möchte, kannst du dich unter info@nothelferkurszentrum.ch melden.
Die spannendste Frage ist deshalb vielleicht nicht, ob Einzelfahrschulen verschwinden.
Sondern wie sich ihre Rolle verändert.
Eine Fahrlehrperson könnte auch künftig selbstständig arbeiten und ihre eigene Kundschaft betreuen.
Gleichzeitig könnten bestimmte Bereiche zentral organisiert werden:
Dadurch könnten kleinere Fahrschulen von professionellen Strukturen profitieren, ohne ihre Selbstständigkeit vollständig aufzugeben.
Die Altersentwicklung könnte diesen Prozess zusätzlich beschleunigen.
Wenn in einer Region beispielsweise drei ältere Einzelfahrlehrer ihre Tätigkeit beenden, entstehen möglicherweise nicht automatisch drei neue Einzelfahrschulen.
Vielleicht übernimmt eine grössere Fahrschule deren Fahrschüler.
Vielleicht schliesst sich eine junge Fahrlehrperson einer bestehenden Organisation an.
Vielleicht arbeitet sie selbstständig, nutzt aber zentrale Plattformen für Marketing, Kurse und Kundengewinnung.
Oder es entstehen neue Modelle zwischen Plattform, Marke und selbstständiger Fahrlehrperson.
Genau diese Entwicklung dürfte den Fahrschulmarkt der kommenden Jahre prägen.
Heute sieht die Zahl der registrierten Fahrlehrpersonen noch stabil aus.
Doch Altersstruktur, Digitalisierung, Regulierung und verändertes Kundenverhalten deuten darauf hin, dass sich die Struktur der Branche deutlich verändern könnte.
Die klassische Einzelfahrschule wird wahrscheinlich nicht verschwinden.
Aber sie könnte Teil eines grösseren digitalen Ökosystems werden.
Für Fahrschulen stellt sich deshalb zunehmend die Frage:
Welche Aufgaben möchte ich künftig selbst übernehmen – und bei welchen Bereichen lohnt es sich, mit Plattformen und Partnern zusammenzuarbeiten?
Unsere drei Plattformen verfolgen genau diesen Ansatz:
Du möchtest mit deiner Fahrschule bei einem oder mehreren Angeboten mitmachen?
Dann freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme unter info@nothelferkurszentrum.ch.