08.04.2026
Die einjährige Lernphase beim Führerausweis sorgt in der Schweiz für mehr Fahrpraxis und höhere Verkehrssicherheit. Doch wie wirkt sich diese Neuregelung konkret auf Verwarnungen und Führerausweisentzüge aus?
Der Evaluationsbericht des Bundesamts für Strassen (ASTRA) liefert dazu klare und differenzierte Erkenntnisse.
Ein zentrales Ergebnis der Analyse:
Während der Lernphase ist der Anteil an Administrativmassnahmen gestiegen.
Konkret zeigt sich:
Diese Zunahmen sind statistisch signifikant und betreffen insbesondere Verstösse, die direkt auf Fahrfehler zurückzuführen sind.
👉 Wichtig ist die Einordnung:
Diese Entwicklung bedeutet nicht zwingend, dass Fahranfänger schlechter fahren, sondern dass sie mehr Fahrpraxis sammeln und dadurch häufiger mit anspruchsvollen Verkehrssituationen konfrontiert sind.
Ganz anders zeigt sich das Bild im ersten Jahr nach der bestandenen Führerprüfung:
👉 Das bedeutet:
Nach der Lernphase fahren Neulenkende deutlich sicherer und machen weniger kritische Fehler.
Die Entwicklung folgt einer klaren Logik:
Die längere Lernphase führt zu mehr Fahrten und damit auch zu mehr Lernmomenten.
Fehler passieren unter Begleitung und können direkt korrigiert werden.
Die gesammelte Erfahrung wirkt sich positiv auf das Verhalten nach der Prüfung aus.
👉 Kurz gesagt:
Mehr Fehler beim Lernen führen zu weniger Fehlern im späteren Fahralltag.
Um externe Einflüsse auszuschliessen, wurden die Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe (20–22-Jährige) verglichen.
Ergebnis:
👉 Schlussfolgerung:
Die Reduktion der Ausweisentzüge ist klar auf die neue Lernphase zurückzuführen.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster:
Damit wird der zentrale Zweck der Neuregelung bestätigt:
Mehr Fahrpraxis führt zu mehr Sicherheit im Strassenverkehr.
Die Analyse der Administrativmassnahmen zeigt:
👉 Die neue Regelung ist damit ein wirksames Instrument zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit.
👉 Mehr Informationen zur Fahrausbildung und Kursen:
vkuambahnhof.ch