10.11.2025
Fahrerflucht – auch „unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“ genannt – ist in der Schweiz kein Kavaliersdelikt. Wer sich nach einem Unfall einfach entfernt, riskiert nicht nur hohe Strafen, sondern auch den Verlust des Führerausweises und erhebliche Probleme mit der Versicherung. In diesem Beitrag erfährst du, welche rechtlichen Konsequenzen bei Fahrerflucht in der Schweiz drohen und wie du dich im Ernstfall richtig verhältst.
Fahrerflucht liegt vor, wenn sich eine Person nach einem Verkehrsunfall vom Unfallort entfernt, ohne ihre Personalien anzugeben oder den Schaden zu melden. Das gilt sowohl bei einem Unfall mit Personenschaden als auch bei einem reinen Sachschaden, etwa an einem geparkten Auto, Verkehrsschild oder Zaun.
Selbst wer „nur kurz wegfährt“, um später zurückzukommen, kann sich bereits strafbar machen. Entscheidend ist, dass die Polizei oder die geschädigte Person nicht sofort informiert werden kann.
Fahrerflucht wird nach Artikel 92 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) bestraft. Je nach Schwere des Falls drohen:
Bei Personenschäden kann zusätzlich der Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung oder Tötung greifen – mit entsprechend härteren Strafen.
Unabhängig vom Strafverfahren entzieht das Strassenverkehrsamt meist den Führerausweis. Die Dauer hängt von der Schwere des Delikts und der bisherigen Verkehrsbilanz ab:
Auch die Versicherung reagiert empfindlich auf Fahrerflucht:
Wer einer Fahrerflucht beschuldigt wird oder versehentlich den Unfallort verlassen hat, sollte sofort juristischen Rat einholen. Ein spezialisierter Verkehrsanwalt in der Schweiz kann helfen, die Situation richtig einzuschätzen und den Führerausweis oder Versicherungsschutz zu retten.
Die Konsequenzen bei Fahrerflucht in der Schweiz sind schwerwiegend – von hohen Bussen über Strafverfahren bis hin zum Verlust des Führerausweises. Wer hingegen ehrlich reagiert, Hilfe leistet und den Unfall meldet, handelt rechtlich korrekt und kann oft milder behandelt werden.